SRG halbiert – Sport verliert
ES GEHT UM DIE ZUKUNFT DES SCHWEIZER SPORTS
Wird die SRG halbiert, verliert der Sport seine Bühne, Sponsoren ihr Publikum, Sportarten ihre Sichtbarkeit.
Die Fussball-WM und Tennis-Grand-Slams würden schrittweise ins Pay-TV abwandern, das zeigen unsere Nachbarländer. Kleinere Sportarten würden in der Schweiz gar nicht mehr im Fernsehen übertragen – mit der fatalen Konsequenz, dass der Fokus auf Schweizer Athletinnen und Athleten entfällt.
Das Resultat: weniger Sichtbarkeit, weniger Sport, weniger Schweiz. Wer den Sport liebt, sagt Nein zur extremen Halbierungsinitiative.
Durchschnittlich rund 9’000 Stunden Live-Sport überträgt die SRG pro Jahr – im Fernsehen, im Radio, via Livestream. Von Weltklasse Zürich bis zum Unspunnen-Fest, von der Tour de Romandie bis zur Eishockey-WM – in allen Landessprachen, für alle Regionen. Mehr als die Hälfte dieser Sendezeit entfällt auf Sportarten ausserhalb des medialen Rampenlichts. Das ist europaweit einzigartig. So auch immer wieder Berichte über Karate-Events (EM 2011, SKL, Tokyo 2020 und zuletzt, unter dem Titel „Eine junge Karate-Kämpferin auf dem Weg an die Spitze“ an den Schweizermeisterschaften 2025 in Sursee.
Die SRG überträgt Sportanlässe nicht nur, sie produziert pro Jahr auch über 100 nationale Sportevents und Meisterschaften in rund 20 Sportarten – mit modernster Technik, erfahrenen Teams und viel Know-how. Die hochklassigen Produktionen der SRG sind denn auch ein wichtiges Argument für die Bewerbung vieler Welt- und Europameisterschaften in der Schweiz. Mit halbiertem Budget wäre dieses breite Angebot nicht mehr zu halten. Wer den Sport liebt, sagt aus den oben genannten Gründen Nein zur SRG-Halbierungsinitiative – und motiviert im persönlichen, beruflichen und sportlichen Umfeld auch andere, dies zu tun. Das haben die Vertreterinnen und Vertreter des Sports heute deutlich unterstrichen.
Bundesrat und Parlament lehnen diese Initiative ab. Bundesrat Rösti «Sie geht zu weit und hätte tiefe Einschnitte in das Angebot von Radio und Fernsehen zu Folge»
So schadet die Initiative dem Schweizer Sport:
Ohne SRG verliert der Sport seine Bühne
Die SRG überträgt durchschnittlich rund 9’000 Stunden Live-Sport pro Jahr – rund 30 verschiedene Sportarten finden regelmässig live im Fernsehen, in Livestreams und im Radio statt. Von Weltklasse Zürich bis zum Unspunnen Schwinget, von der Tour de Romandie bis zur Eishockey WM – in allen Landessprachen, für alle Regionen.
Vielfalt verschwindet, Nachwuchs verliert
Die SRG zeigt den Sport in seiner ganzen Breite. Ohne SRG verlieren gerade jene Sportarten und Sportanlässe ihre Plattform, die weniger Sponsoreninteresse wecken. Ein Drittel der Liveübertragungen betrifft heute den Frauensport – ein Spitzenwert in Europa. Auch der Parasport ist fest verankert. Auch der Nachwuchs leidet: Kinder und Jugendliche brauchen Vorbilder, die sie im Fernsehen sehen.
Gefahr für Sportanlässe und Wirtschaft
Die Sportwirtschaft generiert jährlich über 11 Milliarden Franken Bruttowertschöpfung in der Schweiz. Diese lebt auch von medialer Präsenz des Sports. Grossanlässe wie das Lauberhornrennen, Weltklasse Zürich, die Tour de Suisse oder der Spengler Cup ziehen jedes Jahr hunderttausende Gäste an. Davon profitieren das lokale Gewerbe, Hotellerie und Tourismus.
Sport verbindet – Halbierungsinitiative spaltet
Sport verbindet unser Land – über Sprachgrenzen und Regionen hinweg. Wenn die Schweiz jubelt, dann gemeinsam. Diese Momente der Einheit gibt es nur, weil die SRG sie allen zugänglich macht, so wie jüngst mit unserer Frauen-Nati an der EM im eigenen Land. Mit halb so viel Budget kann sie diesen Auftrag nicht mehr erfüllen. Die Folge wäre eine Spaltung: Wer für eine Fussball-WM zahlen kann, schaut mit – der Rest bleibt draussen.
Neben der sportlichen Komponente gibt es noch die politische Bedeutung. Heute leben wir in einer in einer immer mehr manipulierten Welt von Medien aller Art. An der vordersten Front die «Big Tech» Konzerne. Sie sind Teil eines hybriden Krieges welche die Schweiz, auch ganz Europa, schon lange erreicht hat.
Die SRG ist ein wichtiges Instrument gegen gezielte Desinformation die unsere Demokratie, unsere Gesellschaft frontal angreift. Nur unabhängige Medien ermöglichen ein demokratisches Zusammenleben. Immer mehr Medien landen in den Händen von Autokraten, die sich so «Zugang» zur Meinungsbildung erkaufen.
Die SRG ist als Verein organisiert, wird nicht von Bundesgeldern finanziert, sondern von uns allen. Sie ist unabhängig, garantiert hochwertigen Journalismus und nachhaltige Recherchen. Durch ihre breite Aufstellung ist sie eine wichtige Klammer über alle Landesteile hinweg. Deshalb:
Auch im Bereich der Kultur würden massive Kürzungen in Kraft treten. Dazu Röbi Koller:



